Der Internationale Tag der Muttersprache

Als Mr Green sich heute auf den Weg zum Bahnhof machte, um seine Reise quer durch Deutschland fortzuführen, warf er nochmal einen Blick auf seine Reisedokumente. Dabei entdeckte er ein kleines, aber besonderes Detail: Es ist der 21. Februar 2017, der “Internationale Tag der Muttersprache”. Es handelt sich hierbei um einen Aktionstag, welcher im Kalender der “kuriosen” Feiertage zu finden ist.

Doch warum gibt es diesen “Feiertag” überhaupt und warum ist wertvoll?
Mr Green hat es für Sie recherchiert:

Dieser besondere Tag wurde von der UNESCO, im Jahr 2000, ins Leben gerufen. Es soll auf das langsame Schwinden der weltweit 6000 Sprachen aufmerksam machen.

Das Datum geht auf den 21. Februar 1952 zurück. In der damaligen Hauptstadt von Ost-Pakistan fand eine Demonstration, gegen einen Beschluss der Regierung, statt. Die Regierung wollte die Sprache der herrschenden Schichten, Urdu, zur Amtssprache erheben. Die Problematik bestand darin, dass die Sprache nur von 3% der Bevölkerung tatsächlich gesprochen wurde. Die restliche Bevölkerung hingegen sprach fast ausschließlich Bengali.

Der Internationale Tag der Muttersprache soll an die Bedeutung des Kulturgutes „Sprache“ erinnern sowie ihren Gebrauch fördern. Dies soll auch die Aufmerksamkeit auf Minderheitensprachen lenken, welche häufig nicht mehr an nachfolgende Generationen weitergegeben werden und somit in Vergessenheit geraten.


Was wird eigentlich als Muttersprache bezeichnet?

Es handelt sich hierbei um die Sprache, welche in der frühen Kindheit und ohne formalen Unterricht erlernt wird. Die auch sogenannte Erstsprache “verankert” sich mit ihrer grammatikalischen Struktur und Lautgestaltung im menschlichen Gehirn, sodass sie vom Sprecher fast automatisch beherrscht wird. Die Muttersprache bildet sich vom frühen Kindheitsalter bis hin zum Jugendalter. Keine andere Sprache, die nach der Pubertät erlernt wird, kann diesen Platz einnehmen.

Um mit all seinen Freunden auf der ganzen Welt kommunizieren zu können, ist natürlich auch Mr Green sehr motiviert seine Sprachkenntnisse immer weiter auszubauen. Ein moderner Gentleman setzt genau wie ein klassischer Gentleman sehr auf die sprachliche Etikette. Wenn sich Menschen kultiviert miteinander unterhalten können, können auch neue Freundschaften entstehen.

Mr Green gefällt es vor allem sehr, bei seiner Reise durch Deutschland, all die interessanten Dialekte kennenzulernen. Jedes Bundesland und jede einzelne Region hat einen ganz eigenen und besonderen Charakter. Wie würde sich zum Beispiel ein Besuch in einem bayrischen Wirtshaus anfühlen, ohne eine typisch bayrische Begrüßung “Wuikomma”? Oder würde Ihnen nicht etwas fehlen, wenn Sie an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern kein “Moin, Moin” hören würden?

Den heutigen Aktionstag feiert Mr Green mit der allergrößten Freude. Denn nur mit dem Kulturgut “Sprache”, kann er Ihnen nur die beste Unterhaltung schenken.

Warum senden Sie Mr Green nicht einfach ein paar “heimische” Grüße, in Form eines Kommentars und in Ihrem Dialekt?

 

Feb 21, 2017